Ich habe ihn in der Übersicht ja auch als Beispiel verwendet, ich möchte hier meinen Tintenkreis Violett präsentieren. Oder eigentlich besser, die Tintenkreise. Es sind mehr geworden, da ich, wenn auch mit deutlicher Verzögerung zum Original, auf die Idee kam, eine andere Methode der Darstellung auszuprobieren. Beides gefällt mir sehr gut. Aber wie gesagt, hier die Kreise und meine Ergebnisse:

 

 

Tintenkreis, Violett

 

Die Tinten im Einzelnen, beginnend oben rechts:

 

  1. Jacques Herbin, 1798 Series; L’Oural Amythyste
  2. Graf von Faber-Castell, Violet Blue
  3. L’Artisan Pastellier, Callifolio, Cassis
  4. L’Artisan Pastellier, Callifolio, Violet
  5. Lamy, Dark Violet
  6. Cross, Violet
  7. P.W.Akkerman, No.13, Simplisties Violet
  8. P.W.Akkerman, No.15, Voorhout Violet
  9. Sailor, Shiki Sai, Oku Yama
  10. Sailor, Storia, Magic
  11. Sailor, Sanko-Do, Nishikisan
  12. Sailor, Nagasawa Kobe No.9, Suma Purple

 

Wie man sehen kann, ein sehr schöner Kreis. Die Tinten harmonieren alle sehr gut miteinander, bis auf die Oku Yama und Suma Purple. Beide gehen eher ins rötliche Spektrum, als ins bläuliche. Beide waren in meiner Erwartungshaltung etwas abweichend von dem was ich mir erhofft hatte.

Natürlich habe ich auch Schriftproben angelegt und zu jeder der Tinten exisitert auch eine Besprechung.

 

Farbkreis Violett, Schriftproben A

Farbkreis Violett, Schriftproben B

Farbkreis Violett, Schriftproben C

 

Im zweiten Bogen sind noch ein paar mehr Schriftproben, als Tinten im Kreis sind. Im Überschwang wollte ich noch ein paar mehr Schriftproben sammeln, als der Kreis an Tinten liefern kann. Hier sind dann auch ein paar mehr rötlichere Tinten dabei. Geschrieben ist das ganz auf einem A4 Rhodia Block, dotted (wie man sieht), 90g/m²

Ich habe da auch noch einen dritten Bogen, den ich hier auch noch mit ausstellen will. Es zeigte sich, ich habe doch wirklich viele violette Tinten….

 

Ich hoffe ich kann mit den Beispielen ein wenig zur Entscheidungsfindung, welche violette Tinte es denn nur sein soll, beitragen. Viel Spaß damit….

 


 

AUs dem PenExchange Forum habe ich die Anregung mitgenommen, die kreise nicht mit einem Pinsel abzubilden, sondern mit einem Zahnstocher. Also Zahnstocher in einen Fallminenstift (passt genau) ins Fass tunken und seitlich aufgelegt Tinte aufs Papier auftrtagen. Die Methode verspricht eine etwas realistischere Darstellung, da nicht so üppig Farbe aufs Papier kommt und so die Schattierungen deutlicher werdern, da weniger Tinte auch bedeutet, es trocknet schneller.

Im Beispiel dort, wurde das Triomphe Papier von Clairfontaine verwandt, welches ich nicht habe, ich musste mir also etwas Alternatives suchen. Leider kenne ich auch das Triomphe im Gebrauch gar nicht, daher hatte ich nicht mal den Ansatz einer Idee, wie das Papier so ist. Na ja, wenn ich da schon dabei war, habe ich halt verschiedene Papiere ausprobiert. Zwei verschiedene Clairefontaine, von denen ich glaube, keines der Beiden besitzt ähnliche Eigenschaften wie das Triomphe. Zusätzlich dann noch mein „gemeines“ Testpapier, das CHP340 von HP und das Zanders Gohrsmühle, dass ich dachte aber etwas dünn ist.

In jedem Falle habe ich einiges an Information und, viel wichtiger, Erfahrungen gewinnen können.

Ich habe den Kreis auch farblich etwas angepasst, die rotvioletten Tinten in dem doch eher blauvioletten Kreis…..

 

  1. Jacques Herbin, 1798 Series; L’Oural Amythyste
  2. Graf von Faber-Castell, Violet Blue
  3. L’Artisan Pastellier Callifolio, Cassis
  4. L’Artisan Pastellier Callifolio, Violet
  5. Lamy, Dark Lilac
  6. Cross, Violet
  7. Pelikan 4001, Violett
  8. P.W.Akkerman, Simplisties Violet
  9. Rohrer & Klingner, Cassia
  10. Sailor Storia. Magic
  11. Sailor SankoDo, Nishikisan
  12. Pilot Iroshizuku, Murasaki Shikibu

 

Ich habe hier mit Absicht die Cross Violet und Pelikan 4001 Violett nebeneinander gelegt. Ich höre immer mal wieder, dass Cross die Tinten von Pelikan bezieht und dass die Farbtöne/Tinten im Grunde identisch sind……

 

Clairefontaine DCP160, 160g/m², Vorderseite

Clairefontaine DCP160, 160g/m², Rückseite

 

Vom DCP bin ich ziemlich enttäuscht. Mit 160g/m² hatte ich deutlich mehr erwartet. Ich nutze es im Normalfall für das Zeichnen mit Markern (Copic und Co) oder für hochwertige Drucke. Das Papier ist eigentlich sehr glatt und auch hart.
Wie auch immer, für mich ist es hier sicher durchgefallen. Das Papier saugt sehr stark, die Tinte verschwindet sehr zügig und lässt sich kaum verteilen. Das Auftragen „fühlt“ sich daher sehr mühselig an.
Trotzdem, ich meine man kann schon hier sehen, dass die Farbdarstellung anders ist als mit dem Pinsel. Nur, da das Papier so stark saugt, spielen Shading oder Sheen hier keine Rolle, nur der Ton.

Wie zu erwarten nach der Saugstärke, das Papier drückt auch gut durch.

 

Ich habe natürlich auch das CHP340 ausprobiert, für mich ist es das Papier, was ich für die meisten Tests verwende. Quasi eine Basis zum Testen. Ich muss auch sagen, ich habe so ungefähr erahnen können, wo das hingeht und bin recht zufrieden mit dem Ergebnis. Die Tinte hat zwar durchgedrückt, aber nicht annähernd so, wie ich das erwartet hatte. Heißt für mich, da ich meinen Testbogen eh umstelle, ich werde ein Feld integrieren, dass einen „Farbfleck“ vorsieht, der auf der Rückseite frei ist. Da kann ich ihn mit dieser Methode ausmalen.

 

Hewlett Packard, CHP340, 120g/m², Vorderseite

Hewlett Packard, CHP340, 120g/m², Rückseite

 

Wie man sehen kann, das Ergebnis ist im Vergleich zum DCP deutlich differenzierter und vielfältiger. Das Papier saugt halt nicht annähernd so stark auf, es drückt aber trotzdem gut durch.

Was ich aber schon anhand dieser beiden Beispiele sagen kann, sowohl die Cross Tinte als auch die Pelikan Tinte sind aus mehr oder weniger aktuellen Gläsern und sicher nicht gleich. Da braucht es nicht viel Auge um zu erkennen, dass die Pelikan deutlich „bläulicher“ ist und vom Auftrag her kann ich sagen, sie trägt sich auch anders auf.

 

Zusätzlich zu den beiden ersten Papieren, habe ich auch noch das „C“ by Clairefontaine, hier in Natur und „Velin“ und auch das Zanders Gohrsmühle, hier ebenfalls in „Natur“ aber in 80g/m². Beide habe ich ein wenig „außer Konkurenz“, da das Papier nicht reinweiß ist. Sprich, die Farbdarstellung ist ein wenig verfälscht, durch den Farbton des Papieres.
Allerdings, dass hat am Ende viel weniger ausgemacht als ich dachte und die Ergebnisse waren beeindruckend. Außerdem, ich benutze reltiv oft natur- oder elfenbeinfarbenes Papier, also genau die Oberfläche, auf der ich hier auch getestet habe.

 

Clairefontaine, „C“, 100g/m², Vorderseite

Clairefontaine, „C“, 100g/m², Rückseite

 

Erstmal, obwohl das Papier dünner ist, es ist dichter und drückt daher gar nicht durch. Es drückt nicht einmal ins Wasserzeichen, heißt es ist nicht einmal zur Hälfte durch. Aber so kann man das Wasserzeichen in jedem Fall schön scannen :D. Mal abgesehen davon, dass ich offensichtlich nicht die Erfahrungen mit diesem Farbauftrag habe, ist die Darstellung hier in jedem Falle unruhiger, trotzdem bin ich ganz zufrieden. Ich muss halt mehr üben.

Sonst, das Papier bringt den Sheen schön raus, was ich gar nicht erwartet hatte, insgesamt, bei keinem Papier. Hier kann man ihn aber besonders schön sehen. Da wird der Unterschied zwischen Cross und Pelikan noch deutlicher.
Insgesamt habe ich mit Begeisterung beobachtet, dass die Schreibeigenschaften so wirklich gut sichtbar werden. Mir gefallen auch hier meine Favoriten sehr gut, bzw. sie stechen (für mich) ein wenig heraus.

Ich habe Gestern Abend schon ein zweites Paket des Papiers bestellt, allerdings in reinweiß. So sehr viel teurer ist es nicht. Vielleicht habe ich insgesamt mehr Spaß darauf zu testen. In jedem Falle ist es eine Überlegung als zweite Referenz wert.

 

Das Gohrsmühle Papier ist mit 80g/m² das leichteste Papier, dass ich initial getestet habe. Ich hatte Zweifel ob das gut geht, 80g/m² sind schon sehr dünn für derart Spielchen. Aber ich wurde eines Besseren belehrt. Die Ergebnisse entsprechen über weite Strecke denen des C by Clairefontaine. Auch hier drückt nichts durch, nicht einmal ins Wasserzeichen. Im Detail gefällt mir das Clairfontaine Papier etwas besser, wenn auch nur in Nuancen.

 

Zanders, Gohrsmühle, 80g/m², Vorderseite

Zanders, Gohrsmühle, 80g/m², Rückseite

 

Allerdings wellt es sich doch ziemlich heftig. Das Papier ist halt, trotz des Gewichts, sehr dünn. Es ist halt sehr dicht. Daher habe ich, zumindest im Moment, gegen das Gohrsmühle Papier entschieden. Das Clairefontaine ist einfacher zu handhaben, zumindest ist das mein Eindruck nach dem ersten Versuch.

Als Fazit: Ich für meinen Teil bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis, sehe aber Bedarf das weiter zu üben um die Ergebnisse „schöner“ hinzubekommen. Ich habe auch einiges an Erkenntnis gewonnen und werde diese Art des Kreis mit in meine Testwelt übernehmen, sie wird „den Pinsel“ nicht verdrängen, aber doch sehr gut ergänzen.
Am Ende habe ich auch noch mit Smartmail 50 & 60g/m² sowie dem Neusiedler Japan Post experimentiert, aber, dass ist noch nicht komplett fertig und ich meine, dass sprengt den Rahmen hier……

Tt

PS.: Mein Dank hier an Peter (14all41), die Kreise so zu gestalten ist seine Idee, nicht meine, ich mache das nur nach……